True Crime

Shownotes

Fernsehsendungen, Zeitschriften und Podcasts, die stattgefundene Straftaten erzählerisch aufbereitet darstellen, erfreuen sich großer Beliebtheit. In dieser Folge gehen wir den Gründen des True-Crime-Booms nach. Und wir schauen kritisch auf dieses Genre: Welche Schattenseiten sind hiermit verbunden? Was bedeutet True Crime für die Opfer? Und kann hierin ein Beitrag für die Kriminalprävention gesehen werden?

Kommentare (1)

Alina

Hallo! Vielen Dank für euren tollen Podcast, den ich richtig klasse finde, weil er für Laien wie mich eine gute Sensibilisierung für den Umgang mit Nachrichten und Gesprächen über Kriminalität schafft. Euer Podcast ist ein bisschen mein True Crime ;) Zu dieser Folge wollte ich noch kommentieren: Ich selbst schaue/höre selten True Crime, aber wenn, dann habe ich den Eindruck, dass ein gewisses Prinzip des "erlaubten Gaffens" da ganz wichtig ist. Autounfälle oder ein Polizeieinsatz im Haus nebenan ziehen auch viele Menschen an, die unbedingt ganz nah dabei sein und sofort wissen wollen, was genau passiert ist - ob nun aus Sensationsgier oder anderen Beweggründen. In solchen Situationen ist das zurecht und glücklicherweise verboten und wird von Rettungskräften unterbunden. Aber in True Crime, auf dem heimischen Sofa, da "darf" man plötzlich (scheinbar ganz ohne Scham) "gaffen" und man gewinnt ja auch den Eindruck, dadurch dass das als Medium für jedermann und -frau zugänglich gemacht wurde, ist es plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Man hat ja nun eine Distanz zu den Opfern und kennt sie nicht, weshalb es sich nicht mehr als Übergriff gegen deren Privatsphäre anfühlt. Wenn True Crime noch so wenig soziologisch/kriminologisch untersucht wurde, vielleicht ist das ja mal eine Frage wert: Wie sehr ähneln sich die menschlichen Gefühle und Mechanismen hinter Gaffen (vor Ort) und die hinter True Crime? Und ist True Crime quasi nur eine Verlagerung des immer schon da gewesenen Phänomens des Gaffens in ein anderes Medium?

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